INTACT e.V. - Internationale Aktion gegen die Beschneidung von Mädchen und Frauen Togo

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Ziel erreicht: Keine weibliche Genitalverstümmelung mehr in Togo!

(I)NTACT bleibt mit Förderprojekt für Mädchen und Frauen vor Ort

Damit auch in Zukunft kein Mädchen in Togo beschnitten wird, ist es äußerst wichtig, dass unsere Partner auch weiterhin vor Ort sind. Aus diesem Grund führt (I)NTACT seit 2013 mit Unterstützung des BMZ nun schon das zweite Nachhaltigkeitsprojekt vor Ort durch. Ziel ist es, Mädchen und Frauen zu stärken und ihre Rechte in weiteren Bereichen durchzusetzen. So finden Aufklärungsveranstaltungen statt zu Kinder- und Frauenrechten, es wird unter anderem über das Recht von Frauen auf Landbesitz und die Bedeutung von Bildung für Mädchen diskutiert. Um auch ganz praktisch zu helfen, zum Beispiel bei der Einschulung von Mädchen, erhalten die besonders bedürftigen Schulanfängerinnen Einschulhilfen, bestehend aus Schuluniform und Schreibutensilien. Des Weiteren werden Geburtsurkunden ausgestellt, da die Teilnahme an Prüfungen ohne Ausweis nicht möglich ist. Auch Mütter werden gefördert mit der Möglichkeit auf einem Stück Land Soja anzubauen, zu ernten und zu verkaufen.

Durch diese Aktivitäten vor Ort sind die Projektpartner in den Dörfern und können neben den wichtigen Projektaktivitäten die Abkehr von der weiblichen Genitalverstümmelung weiterhin kontrollieren sowie Fragen zum Thema beantworten.

Die Überwindung der Genitalverstümmelung in Togo

Am 29.11.2012 wurde die Überwindung der Genitalverstümmelung in Togo in Sokodé mit einem großen Festakt gefeiert. Die Bevölkerung, ehemalige Beschneiderinnen und Traditionshüter verliehen ihrer Freude über das Ende der grausamen Tradition mit Tänzen und Gesängen Ausdruck. Sie erklärten vor aller Öffentlichkeit, ihre Mädchen nunmehr intakt aufwachsen zu lassen. Auch Regierungsvertreter aus Togo und Deutschland, unsere lokalen Partner sowie der stellvertretende (I)NTACT- Vorsitzende Detmar Hönle waren vertreten.   

Erreicht wurde die Abschaffung der Genitalverstümmelung durch die Aufklärungsarbeit unserer Partnerorgani-sationen in Togo zwischen 2004 und 2011. Entscheidend für den Erfolg war vor allem die Zusammenarbeit mit den Traditionshütern und den Beschneiderinnen.

Anfangs wurden die Projekte durch Spenden und Mitgliedsbeiträge finanziert. Ab Ende 2008 unterstützte das BMZ (Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung) die Durchführung des Projektes. In einem dreijährigen Projekt wurden in allen togoischen Dörfern und Städten Aufklärungsmaßnahmen durchgeführt, in denen die Frauen- und Mädchenbeschneidung noch praktiziert wurde. Unsere sieben Partnerorganisationen (Tama’de, Odiae, Odjougbo, GRADSE, Kpaal n Paag, G.A.2D und O.R.E.P.S.A.) arbeiteten sehr effektiv und erfolgreich. So konnte schließlich das Ende der weiblichen Genitalverstümmelung erreicht werden. Dies bestätigen auch international anerkannte Studien.





   

  


 

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