INTACT e.V. - Internationale Aktion gegen die Beschneidung von Mädchen und Frauen Senegal

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Engagement für Mädchen im Süden Senegals

Auch Senegal zählt schon seit geraumer Zeit zu den Schwerpunktländern von (I)NTACT. Seit 2002 arbeiten wir in der Casamance, im Süden des Landes. Dabei konnten bereits zahlreiche Dörfer mit Aufklärungsmaßnahmen erreicht werden. 

Im Süden Senegals sind laut der aktuellen DHS-Studie etwa 77% der Mädchen und Frauen genitalverstümmelt. Bei den dort vorherrschenden Ethnien, den Peulh, Mandingo und Soninke, ist die weibliche Genitalverstümmelung als Tradition stark verankert. In unseren Projekten werden deshalb vor allem die "Entscheider", religiöse und traditionelle Führer sowie auch die Beschneiderinnen, angesprochen. Ziel ist es, dass die Traditionshüter und die Beschneiderinnen von den negativen Aspekten der Genitalverstümmelung überzeugt werden und anschließend selbst die Bevölkerung von der Schädlichkeit der weiblichen Genitalverstümmelung überzeugen.

Auch die Arbeit mit Jugendlichen und mit SchülerInnen ist von besonderer Bedeutung. Wir möchten die heranwachsenden Mädchen bestärken, ihr Recht auf körperliche Unversehrtheit durchzusetzen und zu bewahren und auch ihre Töchterspäter zu schützen. 

Zwischen 2012 und 2017 haben wir, unterstützt von BMZ und der Harald Breuer Stiftung in etwa 1.100 Dörfern der Regionen Kolda und Sédhiou gearbeitet. Bis zum Start des nächsten mehrjährigen Projektes führt unsere lokale Partnerorganisation USU in einem Zwischenprojekt die Arbeit in den 1.100 Dörfern zu Ende. 


 

Hilfe für Frauen, die unter den Folgen der Verstümmelung leiden

Neben der Präventionsarbeit widmen sich die Projektmitarbeiterinnen von USU auch den Frauen, die in Folge der Beschneidung an Fisteln leiden. Fisteln, Öffnungen zwischen Vagina und Blase oder Darm, die vor allem bei der Entbindung entstehen, sind eine gravierende Folge der Beschneidung. Durch sie kommt es zu unablässigem und unkontrollierbarem Stuhlgang oder Urinfluss. Frauen mit Fisteln werden aufgrund der starken Geruchsbildung isoliert, häufig verstoßen und gelten als nicht gemeinschaftsfähig. Betroffen sind meistens junge Frauen aus ärmlichen, dörflichen Verhältnissen. Fisteln sind in der Regel jedoch sehr gut behandelbar, es mangelt aber an Aufklärung und am Zugang zur Behandlung: an fehlender Infrastruktur sowie an fehlenden finanziellen Mitteln für eine OP. 

 

 
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