INTACT e.V. - Internationale Aktion gegen die Beschneidung von Mädchen und Frauen Benin

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Tradition der weiblichen Genitalverstümmelung abgeschafft

In Benin hat die Hilfe von (I)NTACT den ersten großen Erfolg erzielt: Das Land hat im April 2005 die Genitalverstümmelung überwunden!
Dies belegen auch internationale Studien, wie der Demographic and Health Survey. Dank der gründlichen Arbeit unserer fünf beninischen Partner-Organisationen war dieses Ergebnis möglich.

Nachhaltigkeitsprojekte

Um dieses Ergebnis abzusichern und dauerhaft zu machen, bleiben die Partner von (I)NTACT auch weiter vor Ort. Dies geschieht unter anderem mit Projekten gegen Mangelernährung. Diese wurden bis Ende 2013 vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit (BMZ) ko-finanziert. Die ehemaligen Dorfkomitees gegen Beschneidung wurden im Gartenbau ausgebildet und bewirtschaften heute eigenständig ihre Gemüsegärten. So tragen sie mit frischen Gemüse dazu bei, dass die Kinder im Dorf besser ernährt sind. Gleichzeitig wachen sie darüber, dass keine Rückfälle von Genitalverstümmelung mehr passieren. Die Mehrheit der Mitglieder der Gartenbaugruppen sind Frauen, da sie diejenigen sind, die für die Ernährung der Kinder verantwortlich sind.

In einigen lokal sehr begrenzten  Gebieten, z.B. bei einem Teil der Ethnie der Waaba (Nordbenin) und den Sola (Grenze Togo-Benin) gab es Rückfälle von Beschneidungen. Dort hat (I)NTACT gezielte kleine Projekte, wie Seminare mit Traditionshütern durchgeführt. So konnte erreicht werden, dass der Beschluss, die Mädchen unversehrt aufwachsen zu lassen, erneuert wurde. Zudem wurde die Zusammenarbeit mit den beninischen Behörden verstärkt und Anzeige gegen die Täter erstattet, um so deutlich zu machen, dass diejenigen, die gegen das Gesetz verstoßen mit schweren Geld- und Gefängnisstrafen zu rechnen haben.     

Zur Absicherung der Nachhaltigkeit der Ergebnisse in Benin gehört auch die Strategie, verstärkt in den Nachbarländern Togo, Burkina Faso und Ghana aktiv zu werden und zu verhindern, dass Beniner Mädchen über die Landesgrenze gebracht und in den Nachbarländern verstümmelt werden.

 
 
 
 
 
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